Kappadokien- Fotos
Hier ein Bericht zu unserer Kappadokien- Reise Ende September:
Die Feiertage des Zuckerfestes brachten uns an diesen wunderbaren Ort- Kappadokien!
Die Reise wurde von Studenten von Luises Uni organisiert, die mich netterweise auch mitkommen ließen. Also brachen wir am späten Dienstagabend mit ca. 45 anderen Erasmus- Studenten und Einheimischen auf, um die vielen hundert Kilometer in den Süden zurückzulegen.
Nachdem wir uns anfangs recht gut mit dem Reisebus durch Istanbuls mächtige Vororte gewühlt hatten, schnell vorwärts kamen und nach den ersten aufgekratzten Gesprächen alle schliefen, wachten wir auf, weil wir ab und zu hielten und das Licht angeknippst wurde. Die Abstände, in denen wir fuhren und wieder stoppten, wurden immer geringer; nach jeder Viertelstunde hielten wir auf dem Seitenstreifen, die Busfahrer stiegen aus und werkelten irgend etwas am Bus, wonach wir aber trotzdem nur auf dem Standstreifen der Autobahn weiter tuckelten. Niemand sagte, was das Problem war, bis wir nachfragten: ein Rad war locker und musste alle paar Kilometer per Hand festgeschraubt werden; das passende Ersatzteil oder Werkzeug hatten sie nicht dabei und keiner wusste, wie lang das so noch weitergehen sollte. Die Verkehrsschilder zeigten, dass wir erst kurz hinter Ankara waren… also gerade erst die Hälte der Strecke bewältigt hatten….
Nach vielen unruhigen Stunden, halb wach, halb schlafend, an jeder Tankstelle haltend, um nach dem Ersatzteil z u fragen, fanden wir irgendwann am frühen Morgen einen LKW- Fahrer, der das Werkzeug dabei hatte.
Mehr als eine Stunde standen wir in einer öden Landschaft um Ankara, eine Ebene mit wenig Lichtern, ein großer Salzsee, der wie in einer Mondlandschaft im Morgendunst lag. Und endlich ging es mit normaler Geschwindigkeit weiter!
Nach weiteren Stunden über huckligen, schlecht ausgebauten Landstraßen und einem kurzen Frühstücksstopp kündigten die Straßenschilder an, dass wir unserem Ziel immer näher kamen. Und gegen Mittag kamen wir dann endlich, endlich, endlich an!
Die “Einfahrt” in diese bizarre Felsenlandschaften machte einen Großteil der halb durchwachten Stunden wieder wett. So gigantisch hatte sich das sicher niemand von uns vorgestellt!
Der Bus schlängelte sich durch enge und steile Straßen, mitten hindruch durch die Felszylinder, in denen man überall kleine Fenster, Türen und Löcher für die Tauben ausfindig machen konnte.
In einem nächsten Tal wurden an die Steine richtige Häuser gebaut und die Felsen somit noch bewohnt; andernorts schien alles verlassen und halb zerbröckelt- aber alles wirkt ganz wunderbar und wie aus einer anderen Welt!
Noch erstaunlicher war unsere Unterkunft: ein Hostel, was mitten in eine historische Felswohnung gebaut wurde! Unser Zimmer war also eine Art Höhle, mit niedriger Decke und Suren von Ruß, 6 Betten darin, alles perfekt abgestimmt mit in den Stein gehauenen Nischen.
Das ganze Hostek ist super durchdacht. Und gleicht einem Labyrinth: es geht Treppen hinauf, kleine Kämmerchen zweigen ab, irgendwie gelangt man auf eine Terrasse, von der aus man in die gegenüberliegenden Felswohnugnen blicken kann- kurzum: fantastisch! Eine bessere Unterkunft hätten uns die Jungs nicht aussuchen können.
Nach einer kurzen Pause und Stärkung bei einem leckeren Buffet, errichten wir gleich den ersten Aussichtspunkt. Ein Tal voller weißer, kreideähnlicher Felszylinder mit verlassenen Wohnungen.
Die erste Station war Uchisar: ein riesiger Felsen, der wie ein Käse aussieht- komplett durchlöchert.
Unzählige Gänge, Kämmerchen und Verstecke wurden in und unter ihm angelegt und wenn man auf seine Spitze klettert, kann man bis zu dem Vulkan blicken, der diese einmalige Landschaft sozusagen asugespien hat.
Nach dem Aufsteig auf den Uchisar erreichten wir einen weiteren schönen Aussichtspunkt.
Auch hier sahen die Felsen wieder ganz anders aus. Besonders schön waren die Ballons, die am ganzen Horizont auftauchten, in das Tal hinabglitten und wieder aufstiegen; im Vordergrund mit Papier und ugegen gegen den bösen Blick geschmückte Bäume.
Und wie überall gibt es auch hier schönen Schmuck, Messinglampen und Keramik zu kaufen, dass man sich nur schwer beherrschen kann.































